Protokoll Dojo-Besprechung vom Dienstag, 3. November 2020

Anwesend: Anna, André und (via zoom) Christina

Die Besprechung diente vor allem der Vorbereitung von Anna auf ein Telefonat mit Frau Herzig von der Gewobag, der Vermieterin der Läden am Sachsendamm 69, die wir für einen Umzug in Betracht ziehen.

Frau Herzig könnte wissen wollen:

  • Was wollen wir dort machen?
  • Haben wir die Power, das Potenial, die Räume a) zu gestalten und b) zu betreiben?
  • Ab wann könnten wir die Räume ausbauen und mieten?

Fragen unsererseits sind:

  • Welche Vorgaben gibt es für den Innenausbau (z.B. Brandschutz)?
  • Wie lange wäre die Vertragsdauer?
  • Sind die Heizkosten in der Miete drin?
  • Es tauchte auch die Frage auf: Warum wurde der Innenausbau der Räume eigentlich nicht von der Gewobag gemacht? Und die mögliche Antwort der Gewobag: Dass die Gewobag eventuell auf gemeinnützige Vereine wartet (und sich die Baumaßnahmen spart), die mit Fördergeldern (z.B. wir zusammen mit einem Behinderten-Café) die Räume vollendet. Dann lägen wir also richtig mit unserem Ansatz, eventuell mit Bilal zusammen reinzugehen.
  • Wäre die Gewobag eventuell einverstanden, ob wir zunächst nur das Nötigste machen könnten (Küche, Klos…) und wir in das halbfertige Objekt bereits einziehen und das Übrige allmählich, während des laufenden Betriebs fertigstellen könnten (dafür könnte man einen Zeitrahmen setzen lassen, bzw. einen verhandeln)
  • Erlaubt die Gewobag Untervermietung? Wir können wohl damit rechnen, dass sie ein Zimmer pro Laden erlauben. Eins ließe sich auch gut rechtfertigen, z.B. als eine Art Wächterzimmer.

Unsere Forderungen an die Mietobjekte im Sachsendamm sind:

  • Leise genug
  • Schallschutzfenster erster Güte
  • Laden muss erlaubt sein
  • Das Dojo muss sich nach hinten zum Hof einrichten lassen
  • Langfristiger Mietvertrag (10 Jahre mit 5-jährigen Verlängerungsphasen)
  • Mietfreie Zeit für Renovierung

Zur Erinnerung: Es geht um drei im Grundriss identische Ladeneinheiten im Erdgeschoss eines Neubaus im Sachsendamm 69. Jeder Laden ist ca. 100 qm groß und kostet etwa 1.000 Euro (10 Euro pro Quadratmeter). In Kombination der Einheiten könnten wir also zwei oder drei der Ladenflächen mieten und potenziell bespielen mit a) dem Dojo (und dazugehörigen Nutzungen, u.a. Nähstube, Vortragsraum), b) einem Behinderten-Café mit Bilal, c) einem Übungsraum mit Sonja, d) Annas Werkstatt, f) Annas Lager. In welcher Kombi das geschehen soll, ist unentschieden. Bilal hat sich auf Annas Anfrage bisher nicht gemeldet.

Unsere Idee ist ja, den Innenausbau unter Anleitung von Architekt Andreas G. (Dojomitglied) selber zu machen. Andreas würde uns Nicht-Profis anleiten und hat bereits begutachtet, dass kein Estrich für die Fußböden nötig, sondern gleich der Einbau von Holzböden möglich sei.

Der Finanzierungsplan: Architekt Andreas hat für den Innenausbau Kosten von 200 bis 400 Euro pro Quadratmeter kalkuliert*. Bei 200 Quadratmetern Mietfläche (2 Läden) kämen wir auf Baukosten in Höhe von 40.000 Euro (untere Kalkulation). Das könnten wir folgendermaßen finanzieren: Wir würden a) 30.000 Euro als Eigenanteil selber zusammentragen, um b) von der IBB einen Kredit in Höhe von 10.000 Euro zu bekommen (die dafür einen Eigenanteil von 30.000 Euro voraussetzt). Der Eigenanteil würde sich so zusammensetzen: Wir würden Stan um seine (angebotene) Hilfe bitten (20.000 Euro); den Rest finanzieren wir aus der Kaution für die Kabusstraße, Corona-Hilfe für Vereine und Fusé.

*Bei Andreas’ Kalkulation der Kosten pro Quadratmeter ist uns nicht ganz klar, ob ein Anteil Arbeitslohn mitgedacht ist. Wir denken: eher wohl ja.

Weitere Fragen (nicht an Gewobag), Aufgaben, Zusammenfassungen:

  • Wie hoch wären die Rückzahlungsraten für den Kredit der IBB? Wie lange würden wir sie leisten müssen?
  • Alternativen zum Sachsendamm: Angesichts des Restaurant-Sterbens infolge der Corona-Maßnahmen, kam die Idee auf, über Gastro-Coach leerstehende vermietbare Räume nachzufragen.
  • Welche Fördermittel (außer für Behinderten-Klos) kämen für uns eigentlich noch infrage (Recherche Fördermittelkulisse wäre sehr hilfreich)?
  • Angesichts der Läden am Sachsendamm, die direkt durch eine Bushaltestelle zu erreichen sind und ebenerdige Zugänge haben, ist für uns klar: Wir wollen behindertengerecht sein!
  • André hat angeregt, ein Nutzungskonzept oder eine Art Exposé zu schreiben, mit dem wir uns bei zukünftigen Vermietern mit unserem Nutzungspotenzial vorstellen könnten.

Weitere Themen, die kurz angesprochen wurden, waren:

  • Das (neue) Aufnahmegerät muss geladen werden: Chris bringt das Kabel mit.
  • Die „Kumi“ scheint für unser Dojo zu klein zu sein: Andreas war vor Ort und hat durch die Fenster geschaut.
  • Hugues ist dankenswerterweise bereit, sich noch weiter als Abt um die Gendro zu kümmern, obwohl dies Arbeit an der Grenze der Belastbarkeit bedeutet und er schließlich selber ebenfalls einen kleinen Tempel in der Normandie zu unterhalten hat. Hoffentlich wird seine “Amtszeit” verlängert. Wenn er die viele Arbeit macht, sollte er auch der Abt sein! Es kann keinen Geeigneteren geben, als ihn! Wir wollen ihm zusammen ein Rakusu nähen, das ein bisschen besonders ist, vom Material oder der Farbe her, ein “Abt-Rakusu”, um ihn zu ermutigen und zu unterstützen. Anna wird es zuschneiden. (Zu mehreren zusammen ein Rakusu nähen – das “heißt nicht, das Meer austrinken”, es kann ziemlich schnell gemacht sein…)

 

Notiert von André